Die hausgemachte Piadina ist die Rettung, die dir das Abendessen organisiert, wenn du spät von der Arbeit kommst oder Lust auf etwas Herzhaftes hast, aber kein frisches Brot im Haus ist. Auch wenn wir nicht in der Romagna sind, hat sich diese Variante mit Olivenöl in unseren sizilianischen Küchen als Klassiker etabliert, weil sie leicht ist und perfekt zu unseren Wurst- und Käsesorten passt.
Stell dir den Duft des Mehls vor, das auf der heißen Platte leicht anröstet, und diese weiche Konsistenz, die nicht bricht, wenn du sie faltest. Es ist ein Genuss fürs Auge, wenn sich beim Braten die dunklen Bläschen bilden — ein Zeichen dafür, dass der Teig genau so geworden ist, wie er sein soll.
Der Trick, damit sie perfekt wird? Nicht gleich in die Pfanne hauen. Den Teig ruhen zu lassen erlaubt dem Gluten, sich zu entspannen, sodass die Teigplatte beim Ausrollen nicht wie ein Gummiband zurückschnappt und du sie hauchdünn bekommst.
Sie ist ideal für einen lockeren Samstagabend mit Freunden oder als kräftiger Pausensnack für die Kinder. Du kannst sie mit dem füllen, was du im Kühlschrank hast, aber mit einem Klecks Stracchino oder etwas mildem Parmaschinken machst du nichts verkehrt.
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Sehr günstig
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Vorbereitungszeit: 10 Minuten
- Kochzeit: 5 Minuten
- Portionen: 4 Personen
- Kochmethoden: Herd
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten für die hausgemachte Piadina
- 500 g Weizenmehl (Tipo 00)
- 200 g Milch
- 50 g Wasser
- 50 g extra natives Olivenöl
- 5 g Salz
Werkzeuge für die hausgemachte Piadina
- 1 Pfanne
- 1 Nudelholz
Schritte für die hausgemachte Piadina
Für die Zubereitung der hausgemachten Piadina gib in eine große Schüssel das Mehl und das Salz, dann füge das Olivenöl, das Wasser und die Milch bei Zimmertemperatur hinzu. Beginne, mit den Händen zu kneten, indem du das Mehl nach innen führst, bis die Flüssigkeit aufgenommen ist, und gib den Teig dann auf die bemehlte Arbeitsfläche.
Bearbeite den Teig kräftig etwa 5 Minuten lang, bis ein glatter und weicher Teigling entsteht. Dieser Schritt macht den Teig homogen und später leichter zu verarbeiten.
Wickle den Teigling in Frischhaltefolie oder decke ihn mit einer umgedrehten Schüssel ab und lass ihn mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen. In der Zwischenzeit kannst du die Zutaten für die Füllung vorbereiten. Das Ruhen ist wichtig, weil das Mehl sich so richtig vollsaugt und die Piadina deutlich elastischer wird und sich beim Ausrollen nicht reißt oder zusammenzieht.
Nach der Ruhezeit teile den Teig in 6 gleichgroße Kugeln. Rolle jede Kugel mit dem Nudelholz zu einer runden Form aus, etwa 2–3 Millimeter dick.
Erhitze eine beschichtete Pfanne gut und lege die Piadina hinein, sobald sie sehr heiß ist. Backe sie etwa 2 Minuten pro Seite und steche die Blasen mit einer Gabel ein, falls sie zu groß werden. Sobald du die typischen goldbraunen Tupfen auf beiden Seiten siehst, ist deine Piadina fertig.
Fülle die Piadina nach Belieben und serviere sie noch warm.
VARIANTE MIT HEISSLUFTFRITTEUSE
Mit der Heißluftfriteuse: 200°C für 3–4 Minuten insgesamt. Lege die Piadina in den Korb (ohne Backpapier, wenn du möchtest, dass die Hitze besser zirkuliert) und wende sie zur Hälfte der Garzeit. Sie wird etwas knuspriger, fast wie ein Blätterteig.
AUFBEWAHRUNG
Im Kühlschrank halten sie sich bis zu 2 Tage, luftdicht verpackt in einem Gefrierbeutel. Zum Aufwärmen 1 Minute in der heißen Pfanne oder 2 Minuten in der Heißluftfriteuse bei 180°C — so werden sie wieder weich wie frisch zubereitet. Du kannst sie auch bereits gegart einfrieren und jeweils ein Blatt Backpapier zwischen die Piadine legen.
TIPPS
Wenn du eine noch köstlichere Piadina möchtest, kannst du die Milch durch Naturjoghurt ersetzen: sie wird unglaublich zart!
Backe sie nicht zu lange in der Pfanne, sonst verdampft die Feuchtigkeit und die Piadina wird hart wie ein Keks statt biegsam.
Sofort nach dem Herausnehmen stapeln und mit einem sauberen Küchentuch abdecken: die gespeicherte Wärme hält sie feucht und geschmeidig.
FAQ (Fragen und Antworten)
Warum reißt meine Piadina, wenn ich sie falte?
Wahrscheinlich wurde sie zu lange oder bei zu niedriger Hitze gebacken, sodass sie austrocknet. Backe sie bei stärkerer Hitze nur wenige Minuten und decke sie sofort nach dem Braten mit einem Tuch ab.
Kann man Vollkornmehl verwenden?
Auf jeden Fall! Du kannst einen Teil des Tipo-00-Mehls durch Vollkornmehl ersetzen, gib dann aber einen kleinen Schluck mehr Milch dazu, da weniger raffinierte Mehle mehr Flüssigkeit aufnehmen.
Kann ich den Teig am Vortag zubereiten?
Ja, du kannst ihn gut abgedeckt im Kühlschrank lagern. Denk aber daran, ihn mindestens eine Stunde vor dem Ausrollen aus dem Kühlschrank zu nehmen, damit er Zimmertemperatur annimmt und sich leichter ausrollen lässt.

