Crostata Babbaiola – das Geheimnis des seidigen Mürbteigs und des cremigen Zitronenherzens. Mit Vanillecreme und Ricotta, perfekt als Frühstück oder zum Nachmittagskaffee, typisches Rezept aus Posillipo mit Zitronen-Mürbteig.
Es gibt Rezepte, die aus Erinnerungen entstehen, und andere, die aus einem Duft entstehen. Die Crostata della Babbaiola ist beides.
Es ist der Lieblingskuchen meines Mannes, den seine Mutter ihm immer gebacken hat, aber heute schmeckt er ganz neu.
Ein sehr einfacher und unglaublich leckerer Kuchen, der auf der Zunge zergeht – cremig und verführerisch.
Alles begann vor zwei Tagen in Udine. Wir haben unsere Freunde, die Obst- und Gemüsehändler, besucht und wurden von der Schönheit überwältigt: Kisten mit leuchtend gelben Zitronen mit betörendem Duft und eine frische Ricotta, direkt aus Caserta. Ich konnte nicht widerstehen!
Ich habe alles mit nach Hause genommen und die abgeriebene Schale und die Cremigkeit der Ricotta die Küche erfüllen lassen.
Das Ergebnis?
Eine Geschmacksexplosion, die nach Zuhause und Tradition riecht.
Zu sehen, wie mein Mann Max die Aromen seiner Kindheit wiederfindet und die Enkelkinder sich sogar die Finger ablecken, nachdem sie das letzte Stück gegessen haben, war die größte Freude.
Diese Crostata della Babbaiola ist nicht nur ein Kuchen, sie ist ein Stück Geschichte, das uns weiterhin Lächeln schenkt.
Natürlich, wenn ihr keine Zitronen mögt, könnt ihr immer eine Crostata Beneventana oder mit Pfirsichen, oder Erdbeeren zubereiten.
Probiert sie aus und sagt mir, ob sie auch bei euch im Handumdrehen verschwindet!
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Ruhezeit: 1 Stunde
- Vorbereitungszeit: 40 Minuten
- Kochzeit: 50 Minuten
- Portionen: 10 Personen
- Kochmethoden: Backofen
- Küche: Italienisch
- Saisonalität: Ganzjährig
Zutaten
Crostata Babbaiola – das Geheimnis des seidigen Mürbteigs und des cremigen Zitronenherzens
- 375 g Weizenmehl (Typ 00)
- 180 g Butter (kalte Butter in Würfeln)
- 120 g Puderzucker
- 3 Eigelb
- nach Bedarf Zitrone (abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone)
- 1 Prise Salz
- 350 g Milch (Vollmilch)
- 150 g Sahne (flüssig)
- 120 g Zucker
- 35 ml Zitronensaft
- 2 Eier (ganz)
- 60 Maisstärke
- 2 Zitronen (die Schale)
- 300 g Ricotta
- 70 g Puderzucker
- nach Bedarf Zitronenschale
Werkzeuge
- Schüssel
- Frischhaltefolie
- Teigbrett
- Backform
- kleiner Topf
- Küchenwaage
- Reibe
- Zitronenpresse
Schritte
Crostata Babbaiola – das Geheimnis des seidigen Mürbteigs und des cremigen Zitronenherzens
Für ein perfektes Ergebnis, fangt immer mit der Vanillecreme an.
Sie muss gut gekühlt sein, wenn ihr sie mit der Ricotta mischt; dieses kleine Geheimnis sorgt für eine samtige Konsistenz und eine gleichmäßige Garung.
Zuerst bereitet ihr alle flüssigen und aromatischen Zutaten vor.Presst und filtert frischen Zitronensaft.
Dann reibt ihr mit einer Reibe die Schale der unbehandelten Zitronen ab und achtet darauf, nur die gelbe Schicht zu verwenden.
Gebt Milch und Sahne mit der Zitronenschale in einen kleinen Topf. Erwärmt die Flüssigkeit fast bis zum Siedepunkt, dabei vorsichtig erhitzen.
Schaltet die Hitze aus und lasst die Mischung etwa 10 Minuten ziehen, damit das Aroma vollständig in die Flüssigkeit übergeht.
Inzwischen verquirlt ihr in einer Schüssel die ganzen Eier mit dem Zucker, bis die Masse hell wird.
Dann rührt ihr die Maisstärke ein, bis ein glatter, homogener Teig entsteht.
Gebt den gefilterten Zitronensaft zur Eier-Maisstärke-Mischung und verrührt alles.
Erhitzt nun die Zitronen-Milch wieder und gießt, sobald sie heiß ist, die Flüssigkeit schlückchenweise unter kräftigem Rühren mit einem Schneebesen in die Eiermasse.
Gebt die gesamte Mischung zurück in den Topf.
Stellt die Hitze auf mittlere Stufe und rührt ständig, ohne Unterbrechung, bis die Creme aufkocht und die Masse eindickt.
Zum Abkühlen sofort in einen breiten, flachen Behälter umfüllen und die Oberfläche der Creme mit Frischhaltefolie direkt auf der Creme abdecken. Komplett auf Raumtemperatur abkühlen lassen und dann für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Während die Creme kühlt, bereiten wir den Boden vor. Dieser Mürbteig ist besonders, weil er durch die Verwendung von Puderzucker ausgesprochen fein und seidig bleibt.
Vermischt in einer Schüssel (oder auf der Arbeitsfläche) zuerst das Mehl mit dem Puderzucker und der abgeriebenen Zitronenschale.
So verteilt sich das Aroma und die Süße gleichmäßig.
Gebt die kalten Butterstückchen aus dem Kühlschrank und die Prise Salz dazu.
Arbeitet mit den Fingerspitzen (oder dem Flachrührer der Küchenmaschine), indem ihr die Butter „zupft“ und mit den trockenen Zutaten vermischt, bis eine feine, sandartige und duftende Mischung entsteht.
Jetzt gebt ihr die 3 Eigelbe hinzu.
Nicht zu lange kneten, sonst wird die Butter warm und der Teig verliert seine seidige Struktur!
Flacht den Teig leicht ab, wickelt ihn in Frischhaltefolie und lasst ihn etwa 40–60 Minuten im Kühlschrank ruhen.
Die Kälte sorgt dafür, dass der Mürbteig sich perfekt ausrollen lässt, ohne zu reißen.
Nehmt die 300 g Ricotta (stellt sicher, dass sie gut vom Molkewasser befreit ist) und gebt sie in eine große Schüssel. Fügt die 70 g Puderzucker und die abgeriebene Zitronenschale hinzu.
Rührt sie mit einem Schneebesen oder einer Palette, bis sie eine glatte, klumpenfreie Creme ergibt.
Tipp: Für eine pâtissière-ähnliche Textur die Ricotta durch ein feinmaschiges Sieb passieren.
Holt die Vanillecreme mit Zitrone aus dem Kühlschrank.Wenn sie zu fest geworden ist, kurz mit dem Schneebesen durchrühren, um die Cremigkeit wiederherzustellen.
Gebt die Creme nach und nach zur Ricotta und hebt sie vorsichtig von unten nach oben unter, bis die Masse homogen ist.
Holt den Teig aus dem Kühlschrank. Behaltet etwa ein Drittel für die Dekoration zurück. Rollt den größeren Teil auf einer bemehlten Fläche auf etwa 4–5 mm Dicke aus und legt damit die gebutterte Form (24/26 cm) aus. Stecht den Boden mit einer Gabel ein.
Füllt die gesamte Ricotta-Vanillecreme in die Mürbteigschale und verteilt sie mit der Rückseite eines Löffels.
Rollt den übrigen Teig aus und schneidet Streifen. Flechtet oder legt diese über die Füllung, um das klassische Rautenmuster einer traditionellen Crostata zu formen.
Backt die Crostata in einem vorgeheizten Umluft- oder statischen Ofen bei 180°C für etwa 45–50 Minuten.
Die Crostata ist fertig, wenn der Teig goldbraun ist und die Füllung leicht aufgegangen ist (sie setzt sich beim Abkühlen wieder).
Nach dem Backen lasst die Crostata vollständig in der Form abkühlen.
Der Duft wird das ganze Haus erfüllen, aber widersteht der Versuchung!
Die Crostata Babbaiola 🍋✨ sollte kalt gegessen werden, am besten nach einigen Stunden im Kühlschrank, mit einer dünnen Schicht Puderzucker bestäubt.
Guten Appetit.
Tipps
Wenn ihr wenig Zeit habt, könnt ihr den Teig auch am Vortag zubereiten. Je länger er ruht, desto leichter lässt er sich verarbeiten!
Ist die Ricotta sehr frisch und voller Molke, lasst sie vor der Verwendung ein paar Stunden im Kühlschrank in einem Sieb abtropfen. Eine zu feuchte Füllung könnte den Boden durchweichen.
Nehmt euch Zeit! Wenn ihr heiße Creme zur Ricotta gebt, kann die Struktur der Ricotta auseinanderfallen und die Füllung wird zu flüssig. Die Creme muss fest und gut gekühlt sein.
Im Teig sorgt Puderzucker für die feine, seidige Konsistenz (die mit Kristallzucker nicht erreicht wird). Wenn ihr keinen Puderzucker habt, mahlt normalen Zucker fein.
Schreibt es euch groß: „Widersteht der Versuchung!“ Dieser Kuchen schmeckt warm, ist aber unglaublich nach 24 Stunden, wenn die Feuchtigkeit der Creme den Teig leicht aufgeweicht und die Zitronenaromen sich voll entfaltet haben.
Wenn die Teigstreifen zu schnell bräunen, das Herz aber noch weich scheint, deckt die Crostata in den letzten 10–15 Minuten mit Alufolie ab.
Anmerkungen
Um zu vermeiden, dass die Crostata beim Herausnehmen aus der Form bricht (bei großzügiger Füllung), ist eine Springform mit herausnehmbarem Boden ideal.
Wenn ihr keine habt, macht es wie ich: Schneidet lange Backpapierstreifen und legt sie kreuzweise auf den Boden der Form, bevor ihr den Teig einlegt, sodass die Enden über den Rand hinaus stehen.
Sobald der Kuchen kalt ist, reicht es, die Papierenden vorsichtig nach oben zu ziehen, um die Crostata sicher und ohne Schaden herauszuheben!
Die Qualität der Zutaten macht den Unterschied
Für eine unvergessliche Babbaiola darf man keine Kompromisse eingehen. Der Unterschied zwischen einem guten und einem außergewöhnlichen Kuchen liegt in:
Frische Eier: Verwendet Eier von freilaufenden Hühnern. Die Farbe des Eigelbs bringt eure Creme zum Leuchten und erzeugt dieses satte Gelb, das ihr auf den Fotos seht, ganz ohne Farbstoffe.
Frische Ricotta: Wenn möglich vom vertrauten Käsegeschäft. Sie sollte trocken, milchig duftend und sehr fein sein. Sie verleiht der Füllung ihre „wolkenartige“ Struktur.
Bio-Zitronen: Unverzichtbar! Da wir sowohl die Schale als auch den Saft verwenden, müssen die Zitronen unbehandelt und bio sein. Das ätherische Öl der Schale verleiht jenen Küsten-Duft, der die Küche erfüllt, sobald der Ofen läuft.
Aufbewahrung
Wegen der Creme und der Ricotta ist bei dieser Crostata etwas mehr Vorsicht nötig als bei einer Marmeladentarte.
Im Kühlschrank: Aufgrund der reichhaltigen Füllung sollte die Crostata im Kühlschrank aufbewahrt werden, idealerweise unter einer Glasglocke oder in einem luftdichten Behälter. Sie bleibt köstlich für 3–4 Tage.
Servier-Tipp: Vor dem Servieren circa 20–30 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen.
So gewinnt der Teig wieder etwas Knusprigkeit und die Creme entfaltet das volle Zitronenaroma, ohne zu kalt zu sein.
Gefriertauglich? Ich rate davon ab. Ricotta und Vanillecreme verändern nach dem Auftauen oft die Konsistenz (werden leicht körnig oder setzen Wasser frei).
Genießt sie lieber frisch!
Kleiner Trick: Wenn der Teig nach ein paar Tagen durch die Feuchtigkeit der Creme leicht weich geworden ist, gebt die Crostata für 5 Minuten bei 150°C in den Backofen (statisch): sie wird wieder wie frisch gebacken!
Die Geheimnisse für eine perfekte Babbaiola
Das echte Geheimnis der Babbaiola ist Geduld. Schneidet sie niemals heiß an! Die Füllung braucht Stunden, um sich zu setzen und eine kompakte Creme zu werden. Ideal ist: am Vortag zubereiten.
Puderzucker im Teig: Verwendet ihn nicht durch Kristallzucker zu ersetzen, wenn ihr die „seidige“ Wirkung wollt. Puderzucker löst sich sofort in der Butter auf und schafft eine sehr feine Struktur, die im Mund zergeht.
Zitronenschale im Sud: Wenn ihr Milch mit Sahne und Schalen erhitzt, lasst die Schalen nach dem Abschalten 10 Minuten ziehen und deckt den Topf ab – so bleiben die ätherischen Öle in der Flüssigkeit und verdampfen nicht.
Der Saft zuletzt: Den Zitronensaft erst am Ende bei ausgeschalteter Hitze hinzufügen. Wenn er mitgekocht wird, verliert die Zitrone die frische Note und wird leicht bitter. So bleibt sie lebhaft und frisch!
Weitere Rezepttipps
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