Mein Rezept für die bolognesische Torta Fritta

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Mein Rezept für die bolognesische Torta Fritta. Das ist weder das romagnolische Gnocco Fritto noch die piemontesischen Friciule. Oft verwandeln sich Rezepte schon nach wenigen Kilometern: Ergebnis, Formen und Name ändern sich. Was wäre die italienische Küche ohne die vielen Varianten, die jede Hausfrau in ihrer eigenen Küche ausprobiert?

Ohne die Varianten der Hausfrauen wäre unsere Küche eine statische, unveränderliche Liste, vielleicht sogar langweilig. Aber Rezepte erzählen vom Volk, von Unterschieden zwischen reich und arm, von Hügeln und Bergen, Wäldern und Weinbergen, Gärten und Städten. Sie sind gemacht aus Leidenschaft und Gefühlen, aus Produkten der Erde, die nur in einem bestimmten Gebiet wachsen, oder aus Wildkräutern, die Höhenlagen folgen wie viele Früchte. Das sind die wesentlichen Unterschiede. Eine kulturelle Biodiversität ohne Grenzen, die zu einem gemeinsamen Schatz verbindet. Die Vielzahl an Interpretationen verfeinert nach und nach unsere Tradition, entdeckt kleine Produktionen, kleine Geheimnisse und Anbauweisen.

Ein Grundteig aus Mehl und Wasser: „Fügen wir Hefe hinzu oder nicht?“ „Und wenn wir ein Ei dazugeben, wird er vielleicht weicher“, „wenn ich ihn flüssiger mache, kann ich vielleicht eine Rolle füllen“. Das sind nur Vermutungen; jeder experimentiert in der Küche, von einem überlieferten Rezept bis zu neuen Ergänzungen aus Leidenschaft oder Notwendigkeit. Jede Variante bringt frischen Wind und erzählt von einem Volk im ständigen Wandel, das vielen Wegen folgt, die am Ende doch nach Rom führen.

Torta fritta aus Bologna – die Version, die mir gefällt. Ich kenne mich ein wenig in der Emilia-Romagna aus, zwischen einer Fahrt und der nächsten durch die Region, um Lugo, dem Heimatort meines Mannes, zu besuchen und dann ans Meer nach Casal Borsetti oder an die Strände der Romagna zu fahren, um noch mehr kennenzulernen. Jedes Mal eine neue Entdeckung, ein neues Rezept in meinem Notizbuch.

Wenn ihr weitere regionale Spezialitäten kennenlernen wollt, seht euch die unten aufgeführten Vorschläge an.

  • Schwierigkeit: Einfach
  • Ruhezeit: 2 Stunden
  • Vorbereitungszeit: 30 Minuten
  • Kochzeit: 3 Minuten
  • Portionen: 6 Portionen
  • Kochmethoden: Herd, Frittieren
  • Küche: Italienisch
  • Saisonalität: Ganzjährig

Zutaten Mein Rezept für die bolognesische Torta Fritta

Mehl, Hefe, Wasser, Milch und Eier…

  • 1000 g Weizenmehl Tipo 0
  • 1 Würfel Frischhefe (Würfel)
  • 2 Eier
  • 300 ml Milch
  • 200 ml Wasser
  • 20 g Salz
  • nach Bedarf Öl zum Frittieren

Küchenutensilien Mein Rezept für die bolognesische Torta Fritta

Küchenmaschine oder Schüssel zum Kneten, Arbeitsfläche zum Ausrollen mit dem Nudelholz. Einige der Geräte, die ich verwende, finden Sie in meinen Einkaufstipps.

  • Testo für Piadina (Backplatte)
  • Tigelliera (Form für Tigelle)
  • Gusseisenplatte

Schritte Mein Rezept für die bolognesische Torta Fritta

  • Gebratener Bologneser Kuchen
  • In einer Schüssel oder in der Küchenmaschine Mehl, die lauwarme Milch mit aufgelöster Hefe, die Eier und das Wasser vermengen; zuletzt das Salz. Gut kneten, bis ein homogener Teigling entsteht.

  • Gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt, abgedeckt an einem warmen Ort. Ich persönlich nutze den Ofen mit einem kleinen Topf kochendem Wasser darin. Das wird in der kalten Jahreszeit zu einer ausgezeichneten Gärkammer.

  • Nach der nötigen Gehzeit den Teig ausrollen, bis ein Blatt von etwa 0,5 cm Dicke entsteht; in Rauten schneiden und…

  • …in heißem Öl frittieren.

  • Mit einem guten Glas Wein servieren; auch Bier hat seinen Reiz. Dazu eine schöne Auswahl an Aufschnitt und Käse.

Ein paar zusätzliche Tipps

Der Teigling sollte eine feste, aber elastische Konsistenz haben. Wenn er zu trocken wirkt, etwas Milch oder Wasser hinzufügen; ist er zu klebrig, etwas Mehl dazugeben. Jede Mehlmarke hat ihre eigene Struktur und Absorptionskapazität, daher kann die Flüssigkeitsaufnahme variieren. Ich bereite die Torta Fritta auch gerne mit Vollkornmehl zu, um eine rustikalere Struktur zu erhalten, oder mit Buchweizenmehl.

Autorenbild

Enza Squillacioti

Dieser Blog ist eine Hommage an die wahrhaftigste und einfachste traditionelle Küche. Hier geht es nicht nur um Essen, sondern es werden auch praktische Tipps für makellose Ergebnisse angeboten. Tauchen Sie ein in eine Welt voller Rezepte, Geschichten und Einblicke in wilde Kräuter und vergessene Lebensmittel, um die Bräuche und Wurzeln unserer gastronomischen Kultur gründlich kennenzulernen.

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