Hausgemachte Tahina: Das Rezept für eine kalziumreiche Sesampaste
Kennst du Tahina? Ich liebe sie! Auch „Sesambutter“ genannt, ist sie ein nahöstliches Würzmittel, das aus gemahlenen Sesamsamen hergestellt wird. Ihr geröstetes Aroma erinnert an Erdnüsse, hat aber eine ganz eigene Vielseitigkeit, die sie in der Küche vom Babaganoush bis zum unverzichtbaren Kichererbsen‑Hummus zur Hauptrolle macht.
Eigenschaften und Vorteile der Tahina: Mehr Kalzium als Milch
Obwohl der exotische Name skeptisch machen kann, ist Tahina tatsächlich ein Gesundheitsbooster. Wenn du sie in deine Ernährung einbaust, versorgst du deinen Körper mit viel Kalzium (bis zu fünfmal mehr als in Milch!), wichtig zur Vorbeugung von Osteoporose, sowie mit Omega‑3 und Omega‑6, die das Herz-Kreislauf-System schützen und als natürliche Entzündungshemmer wirken. Durch das Mahlen der Samen kann der Körper die Nährstoffe besser aufnehmen als bei ganzen Samen.
Wie man Tahina in der Küche verwendet
Diese Creme ist ein echter Alleskönner! Du kannst sie zum Würzen von Salaten als cremiges Dressing, zum Servieren mit Falafel, Frikadellen und Gemüse verwenden. Ich streiche sie auch gerne zum Frühstück aufs Brot, wenn ich einen Protein‑Kick möchte. Zusammen mit Marmelade ist sie ein energiereicher, gesunder Snack. Sie passt auch hervorragend zu Fleisch‑ und Gemüsegerichten, da sie die Zutaten unterstreicht, ohne sie zu überdecken.
Warum selbst machen? (Wirtschaftlicher Vorteil und Qualität)
Selbst gemachte Tahina herzustellen ist super einfach, schnell und deutlich günstiger als fertige Produkte. Du brauchst nur drei Zutaten, eine beschichtete Pfanne und einen guten Mixer. Ist sie einmal fertig, willst du sie nie mehr missen!
Hier findest du weitere tolle Rezepte, um Sesam öfter in deinen Gerichten einzusetzen:
- Schwierigkeit: Sehr einfach
- Kosten: Günstig
- Vorbereitungszeit: 5 Minuten
- Portionen: 1 mittelgroßes Glas
- Kochmethoden: Ohne Kochen
- Küche: Nahöstlich
- Saisonalität: Alle Jahreszeiten
Zutaten
⚠ IN DIESEM REZEPT SIND EIN ODER MEHR AFFILIATE‑LINKS ENTHALTEN. Die empfohlenen Produkte sind dieselben, die ich in meinen Rezepten verwende; wenn ihr über meinen Blog einkauft, unterstützt ihr meine Arbeit – für euch entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten!
- 170 g Sesamsamen
- 35 ml Sesamöl (oder Erdnussöl)
- 1 g Salz (optional)
Werkzeuge
- 1 Pfanne
- 1 Mixer
- 1 Spatel
- 1 Kelle
Schritte
Gib die Sesamsamen in eine große beschichtete Pfanne und röste sie bei schwacher Hitze für etwa 4–5 Minuten, dabei ständig mit einem Holzlöffel umrühren, damit sie nicht anbrennen*.
Sie sollen nur goldbraun werden, aber nicht zu dunkel, sonst werden sie nicht nur bitter, sondern verlieren auch ihre wertvollen Eigenschaften und die Fähigkeit, beim Pürieren ihre Öle freizusetzen.
Nach dem Rösten 10 Minuten abkühlen lassen und dann in einen Mixer geben zusammen mit dem Sesamöl.
Zum Schluss eine Prise Salz hinzufügen, falls gewünscht – optional, aber es hebt den Geschmack angenehm hervor.
In Stößen pürieren, damit sich die Masse nicht zu sehr erwärmt und alle Wirkstoffe erhalten bleiben. Zwischendurch mit einem Spatel umrühren, und den Teig nach unten drücken, da er sich sonst an den Innenwänden sammelt. Anfangs erhältst du eine zähe, dichte Paste.
Es erfordert etwas Geduld, aber wenn du weiter pürierst, geben die Sesamsamen nach und nach ihr reiches Öl frei und ihr erhaltet eine flüssige, gleichmäßige Creme.
Die entstandene Creme in ein Glasgefäß füllen.
Voilà… die hausgemachte Tahina ist fertig zum Genießen!
Guten Appetit von La Cucina di FeFè!
Aufbewahrung
👉 Die hausgemachte Tahina hält sich 2–3 Wochen bei Raumtemperatur in einem verschlossenen Glas oder bis zu 4 Monate im Kühlschrank, ebenfalls in einem Glasgefäß.
Tipps, Hinweise, Variationen und Vorschläge
🔵 * Wenn du einen Schritt überspringen möchtest und Zeit sparen willst, kannst du vorgeröstete Sesamsamen kaufen. Diese sind sofort zum Mixen mit den anderen Zutaten bereit, und du sparst dir das Rösten und Abkühlen – ein echter Vorteil, oder?
🔵 Wenn du kein Sesamöl findest, kannst du es durch ein anderes Pflanzenöl ersetzen, z. B. Erdnussöl, Sonnenblumenöl etc., oder durch Bio‑Kokosöl. Ich empfehle kein natives Olivenöl extra, da es den Sesamgeschmack zu stark überdecken und zu dominant schmecken würde.
🔵 Als Ersatz für den Mixer eignet sich auch ein Mörser. Das vermeidet das Erwärmen der Samen und erhält alle Wirkstoffe, ist aber deutlich zeitaufwändiger und anstrengender. Wenn du einen Mixer verwendest, lege die Messer mindestens 1 Stunde vorher in den Kühlschrank, damit sie sich nicht so stark erwärmen, und püriere in Intervallen, ähnlich wie beim Pesto.
FAQ (Fragen und Antworten)
1. Warum ist meine Tahina bitter?
Ein bitterer Geschmack entsteht meistens durch die Überröstung der Sesamsamen. Wenn die Samen zu lange oder bei zu hoher Hitze geröstet werden, werden sie bitter. Das Geheimnis ist, sie bei milder Hitze nur kurz zu rösten, bis sie nussig duften und gerade zart goldbraun sind.
2. Kann ich schwarzen Sesam verwenden?
Ja, natürlich! Die Zubereitung ist identisch, und du erhältst eine schwarze Tahina mit etwas intensiverem, aromatischem Geschmack – optisch sehr eindrucksvoll zum Garnieren von feinen Gerichten.

